Ausstellungsplakat – Kunstmuseum Olten – Solo-Ausstellung von Pedro Meier Multimedia Artist – »Aschenbilder – Anmerkungen zu Rembrandt – Randmarken«, 1994 – Ausstellungskonzept: Konservator Peter Killer –  © Pedro Meier Niederbipp / ProLitteris visarte
Ausstellungsplakat – Kunstmuseum Olten – Solo-Ausstellung von Pedro Meier Multimedia Artist – »Aschenbilder – Anmerkungen zu Rembrandt – Randmarken«, 1994 – Ausstellungskonzept: Konservator Peter Killer – © Pedro Meier Niederbipp / ProLitteris

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Peter Killer – Vernissage-Ansprache – Leiter und Konservator Kunstmuseum Olten – Ausstellung Pedro Meier »Aschenbilder – Rembrandt Paraphrasen« – 1994
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Peter Killer – Vernissage-Ansprache – Leiter und Konservator Kunstmuseum Olten – Ausstellung Pedro Meier »Aschenbilder – Rembrandt Paraphrasen« – 3. November bis 4. Dezember 1994. -
Meine Damen und Herren
Über Pedro Meier sprechen heisst von Recycling reden. Recycling – den Kreis schliessen. Der Kreis ist neben der Kugel die perfekteste Form, die es gibt. Überall, wo es um Wesentliches und Tiefgründendes geht, treffen wir auf diese Formen. Die Gloriole, der Heiligenschein ist das Zeichen des erhabenen, der Reichsapfel jenes des Übermächtigen. Das Rund ist das Symbol der Ganzheit …
Peter Killer – Vernissageansprache – Lei
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Pedro Meier Anmerkungen zu Rembrandt Original-Radierungen / Paraphrasen – Kunstmuseum Olten Solo-Ausstellung Pedro Meier Multimedia Artist 1994 – Ausstellungskonzept Peter Killer Leiter und Konservator – SIKART Zürich – Contemporary Art Museum Bangkok
Pedro Meier Anmerkungen zu Rembrandt Original-Radierungen / Paraphrasen – Kunstmuseum Olten Solo-Ausstellung Pedro Meier Multimedia Artist 1994 – Ausstellungskonzept Peter Killer Leiter und Konservator – SIKART Zürich – Contemporary Art Museum Bangkok
Pedro Meier Solo-Ausstellung im Kunstmuseum Olten – »Aschenbilder – Zeichnungen – Randmarken« – Artikel: »Der Textur auf der Spur – Pedro Meier zeigt neue Arbeiten« von Paul Zoller in »Aargauer Zeitung« – 1994 – Foto: André Albrecht – Archiv Pedro Meier
Pedro Meier Solo-Ausstellung im Kunstmuseum Olten – »Aschenbilder – Rembrandt Paraphrasen« – Paul Zoller: »Der Textur auf der Spur – Pedro Meier zeigt neue Arbeiten« »Aargauer Zeitung« 1994. Peter Killer Kurator. Foto A.Albrecht. Pedro Meier SIKART Zürich
Zitat von Paul Zoller, Kunsthistoriker, »Aargauer Zeitung« – zu Pedro Meier Solo-Ausstellung im Kunstmuseum Olten– »Aschenbilder – Zeichnungen – Randmarken« 1994 – Vernissageansprache Peter Killer Museumskurator – Archiv Pedro Meier Artist SIKART Zürich
Zitat von Paul Zoller, Kunsthistoriker, »Aargauer Zeitung« – zu Pedro Meier Solo-Ausstellung im Kunstmuseum Olten– »Aschenbilder – Zeichnungen – Randmarken« 1994 – Vernissageansprache Peter Killer Museumskurator – Archiv Pedro Meier Artist SIKART Zürich
Pedro Meier – Kunstmuseum Olten – Solo-Ausstellung – »Aschenbilder – Anmerkungen zu Rembrandt« 1994 – Vernissageansprache Peter Killer Konservator Kunstmuseum Olten – Atelieransicht Aarburg mit Pedro Meier Multimedia Artist Niederbipp – SIKART Zürich
Pedro Meier – Kunstmuseum Olten – Solo-Ausstellung – »Aschenbilder – Anmerkungen zu Rembrandt« 1994 – Vernissageansprache Peter Killer Konservator Kunstmuseum Olten – Atelieransicht Aarburg mit Pedro Meier Multimedia Artist Niederbipp – SIKART Zürich

Kunstmuseum Olten – Pedro Meier Ausstellung »Der Textur auf der Spur – Neue Arbeiten von Pedro Meier« – Aargauer Zeitung Mittelland – Kuratiert von Peter Killer, Foto André Albrecht, 8.11.1994 – Archiv Pedro Meier Multimedia Art Museum – SIKART Zürich
Kunstmuseum Olten – Pedro Meier Ausstellung »Der Textur auf der Spur – Neue Arbeiten von Pedro Meier« – Aargauer Zeitung Mittelland – Kuratiert von Peter Killer, Foto André Albrecht, 8.11.1994 – Archiv Pedro Meier Multimedia Art Museum – SIKART Zürich

Kunstmuseum Olten

 

Pedro Meier Ausstellung

 

»Aschenbilder­ – Zeichnungen – Randmarken«

 

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»Der Textur auf der Spur«

 

Pedro Meier zeigt neue Arbeiten

 

 

 

PAUL ZOLLER

 

Pedro Meiers Kunst erschöpft sich nicht darin, Oberflächen viel versprechend zu polieren, im Trend liegende Ideen zu vi­sualisieren oder nur schönen Schein zu produzieren. Wenn ein pressierter Besucher seiner jüngsten Ausstellung im Kunstmuseum Olten auch leicht so denken könnte. Zeit und sorgfäl­tige Aufmerksamkeit werden schon nötig sein, um auf Pedro Meiers Arbeiten gebührend ein­zugehen. Der übliche Weg der Betrachtung nämlich, wo brav einer gestalterischen Hierarchie gefolgt werden darf, kann in diesen Bildern nicht gegangen werden. In ihnen ist sämtliches, und das ziemlich konsequent, von gleichem Wert. Wird übli­cherweise in Hauptsache und Detail dividiert, so kann hier so nicht gerechnet werden. Bei Pedro Meier gibt es, um im abzähl­baren Rahmen zu bleiben, nur eine Zahl: Eins. Eins ist Sub­stanz, Zeichen und Deutung.

 

Wo aber mit der Betrachtung beginnen, wenn der Wahrneh­mungskreis solcherart geschlos­sen und weder Anfang noch En­de gegeben ist? Vielleicht muss weniger verklärt nach dem ei­nen Grossen, als vielmehr nach den vielen Kleinheiten gefragt werden, wie sie in den Werken Pedro Meiers einge- und ver­flochten sind. Vielleicht lässt sich dort das Wesen dieser Wer­ke ergründen.

 

Anlehnung

 

Pedro Meier nimmt als Bild­grund gerne Papier. Nicht ir­gendein Papier freilich darf es sein. Meier, der ja teils in Aar­burg, teils in Bangkok arbeitet, schöpft es eigenhändig nach ost­asiatischer Art. Aus den Rinden­fasern des Maulbeerbaumes er­gibt sich, sachgemässe Behand­lung vorausgesetzt, ohne ir­gendwelche

 

zusätzliche Lei­mung ein Papier, das die Festig­keit von Gewebe hat. Die Linien der Fasern sind zu Fläche ver­flochten, ohne Zutat und ohne Alchemie. Einfach geschöpft. Die Methode ist so ursprünglich wie raffiniert. Pedro Meier lehnt sich im weiteren Vorgehen un­mittelbar an beschriebenen Pro­zess an und wiederholt ihn un­ter veränderten Vorzeichen. Mit dem Zeichenstift geht er ein auf seinen ersten Grund, wie selbst­vergessen wiederholt er die Fa­serläufe, Linie spielt mit Linie und über die erste Textur legt sich eine nächste.

 

Weniger östlich durchsonnen, dafür von heftiger Materialität geprägt zeigen sich Meiers «Aschenbilder». In Dispersion dick angeteigt und eventuell direkt mit Händen und Fingern aufge­tragen sind deckende Schichten und sich verzahnende Schraffu­ren angelegt. Fahl sind die Far­ben, und doch nuancenreich. In tausend Tönungen ist das Grau umspielt, wie letzte Widerschei­ne des Feuers und der Glut Ein Abgesang? Vielleicht ein Neube­ginn.

 

Zwiesprache

 

Es kann das eine wie das andere sein. Beschreibt Peter Killer, Konservator des Oltner Kunst­museums, Pedro Meier doch als «Recycler», als Wiederverwer­ter. Ein Mann, der den Wert un­gegangener Wege und uner­kannter Verbindungslinien kennt, ist er bestimmt auch, wenn nach einer Charakterisie­rung für den Urheber der «Randmarken» gefragt wird. 17 im 19. Jahrhundert abgezogene Nachdrucke von Radierungen Rembrandts waren gegeben, mit brauner Chinatusche hat Meier seine «Anmerkungen» darauf angebracht. Die «Anmer­kungen» sind dabei nicht text­lich, sondern es sind fein ge­zeichnete, sich knäuelnde Lockenlinien, eine Art privat eigen­sinniger Kalligraphie und ein Zwiegespräch auf einer Ebene, die keine Stimme kennt, son­dern Bild ist und Zeichen. Das ist der Ort, wo Erklärungen dürftig werden, weil begriffliche Fix­punkte fehlen. Stattdessen locken unvermutete Strudel und Stränge von Verbindungen wie zum Beispiel dieser: Es war aus­gerechnet Rembrandt, der im 17. Jahrhundert das Papier aus Rin­de des Maulbeerbaumes erstma­lig für seine Zeichnungen ver­wendete.

 

 

Kunstmuseum Olten

 

Pedro Meier – »Aschenbilder­-Zeichnungen-Randmarken«

 

»Paraphrasen zu Rembrandt Radierungen«

 

Bis 4. Dezem­ber 1994.

 

 

 

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Pedro Meier Kunstmuseum Olten Ausstellung – »Der Textur auf der Spur«, Aargauer Zeitung, 8.11.1994
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Pedro Meier Solo-Ausstellung im Kunstmuseum Olten – »Aschenbilder – Rembrandt Paraphrasen« – Paul Zoller: »Der Textur auf der Spur – Pedro Meier zeigt neue Arbeiten« – Aargauer Zeitung Mittelland 1994. Kuratiert von Peter Killer. Foto A.Albrecht. Archiv Pedro Meier Multimedia Art Museum – SIKART Zürich
Pedro Meier Kunstmuseum Olten Ausstellun
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Pedro Meier Ausstellung Kunstmuseum Olten – »Der Textur auf der Spur« – Aargauer Zeitung, Mittelland Zeitung. Kuratiert von Peter Killer. Foto A.Albrecht, 8.11.1994 – Archiv Pedro Meier Multimedia Artist Niederbipp – Visual Art Museum – SIKART Zürich
Pedro Meier Ausstellung Kunstmuseum Olten – »Der Textur auf der Spur« – Aargauer Zeitung, Mittelland Zeitung. Kuratiert von Peter Killer. Foto A.Albrecht, 8.11.1994 – Archiv Pedro Meier Multimedia Artist Niederbipp – Visual Art Museum – SIKART Zürich